Manuelle Medizin / Osteopathie
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Was ist manuelle Medizin?


Die Manuelle Medizin hat als Grundlage die Untersuchung und Behandlung mit der Hand durch einen auf diesem Gebiet ausgebildeten Arzt. Segmentale Funktionsstörungen („Blockierungen“) der Wirbelsäule und Funktionsstörungen des Gelenkspiels, d.h. peripherer Gelenke, Faszien und Muskeln, sind die Zielpunkte der Manuellen Medizin (Quelle – Wikipedia).

Osteopathie (von griechisch ὀστέον, ostéon; dt. „Knochen“ und πάθος, páthos; dt. „Leiden“), also zusammengeschrieben „Knochenleiden“, ist eine unscharf gefasste, gesetzlich nicht geschützte Beschreibung eines Diagnostik- und Therapiekonzeptes, ähnlich dem der Manualmedizin. Aus meiner Sicht ist der Begriff Manuelle Medizin der Oberbegriff für diese funktionellen Diagnostik- und Therapieverfahren und in der konservativen Orthopädie angesiedelt.

Die alte Definition des Begriffes Orthopädie ist „die Kunst – die Ungestalt des Kindes zu verhüten und zu verbessern“ - Nicolas Andry 1742. Dagegen steht die moderne Definition Orthopädie als „die Chirurgie der Bewegungsapparates“ Wessinghage jun. 2006 !

Also bin ich ein konservativer Arzt und Schulmediziner!

Betrachten man Manuelle Medizin von verschiedenen Seiten, so kann man zu unterschiedlichen Einschätzungen kommen. Von meinem Standpunkt aus gesehen ist diese Art der ärztlichen Tätigkeit eine wirksame und nicht invasive Diagnostik und Therapie, die mir erlaubt, auch bei Symptomenkomplexen aus Fachgebieten wie Neurologie, Hals-Nasen-Ohren-Erkrankungen und Pädiatrie erfolgreich zu behandeln.

Zu nennen sind Pathologien wie zum Beispiel Schwindel,  Ohrgeräusche, Sprachauffälligkeiten, Kopfschmerzen, Nervenschmerzen unklarer Zuordnung, Pseudangina pectoris, vegetative Dystonie,  zervikokraniale und zerikofaziale Dysfunktionen, Schmerzen im Bereich der Kiefer- Gesichts und Zervikalregion und das wichtigste und sozialmedizinisch herausragende Betätigungsfeld in der Pädiatrie (Säuglingsskoliose, Schreikinder, Schädelasymmetrie, unklare Entwicklungsverzögerung, reduzierte motorische und sensorische Fähigkeiten).

Vom Standpunkt der Schulmedizin ist es ein Sakrileg, im „fachfremden“ Arbeitsgebiet zu wildern. Man sollte allerdings immer vorsichtig sein, wenn so viele Symptomenkomplexe eine gemeinsame Ursache haben sollen. Ich betrachte allerdings die lege artis durchgeführte manualmedizinsche Diagnostik und Therapie als Teil der Schulmedizin (konservative Orthopädie). 

Ist es ein Fluch oder ein Segen, wenn es einen Zugang zur Behandlung von Krankheiten gibt, die alle eine Funktionsstörung der Wirbelsäule haben?  Oft wird gesagt: „wie kann ein Manualmediziner es wagen, Lösungen anzubieten für Probleme, an denen sich ihr Fachgebiet seit Jahrzehnten die Zähne ausbeißt “. Aber – wer heilt hat recht!  Mir persönlich geht es gegen den Strich, wenn ich nur auf Fallbeispiele verweisen kann, auch wenn diese Wissenssammlung nicht zu unterschätzen ist. Viel lieber wäre mir der eindeutige wissenschaftliche Nachweis der Wirksamkeit der Manuellen Medizin nach hoch gewerteter „evidenz basierter Medizin“. Das Problem ist immer wieder, das – wenn man die Wirkung einer Intervention (Therapie) untersucht, die mit dem Anfassen – dem Begreifen – eines Patienten einhergeht, dann kommt immer die sogenannte Plazebowirkung – also die psychosoziale Intervention zum Tragen. Die Arbeit wird wissenschaftlich angreifbar. Es ist also ein steiniger Weg, so zu forschen.

Nun – in  meinen (publizierten) Arbeiten in Zusammenarbeit mit renomierten Forschern verschiedener Universitäten habe ich diesen Weg beschritten. Dabei war es das erklärte Ziel dieser wissenschaftlichen Arbeiten, Nachprüfbarkeit und Nachhaltigkeit der Therapie darzustellen (siehe auch Literaturliste auf dieser Website).

Nun zum Therapeuten selbst. Die Fähigkeiten, die ein Handwerker besitzen muss, um vom Lehrling zum Gesellen, und dann zum Meister zu werden, soll hier nicht unerwähnt bleiben. „Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen – ohne Fleiß keinen Preis“. Aber nicht jeder kann es gleich gut – es gibt auch hier Begabungen.

Vom Standpunkt eines Arztes einer dieser Fachgebiete ist es natürlich ein Sakrileg, im eigenen Arbeitsgebiet zu wildern, da bin ich dann eher ein ungebetener Gast. Oft wird dann gesagt: „wie kann ein Manualmediziner es wagen, Lösungen anzubieten für Probleme, an denen sich ihr Fachgebiet seit Jahrzehnten die Zähne ausbeißt “.

Also bin ich dann ein Außenseiter und eher ein Hochstapler ?

Nun – dagegen stehen meine (publizierten) Arbeiten in Zusammenarbeit mit renomierten Forschern verschiedener Universitäten. Dabei war es das erklärte Ziel dieser wissenschaftlichen Arbeiten, Nachprüfbarkeit und Nachhaltigkeit der Therapie darzustellen (siehe auch Literaturliste auf dieser Website).

Aber auch die Fähigkeiten, die ein Handwerker besitzen muss, um vom Lehrling zum Gesellen, und dann zum Meister zu werden, soll hier nicht unerwähnt bleiben. „Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen – ohne Fleiss keinen Preis“.

In diesem Zusammenhang möchte ich Ihnen über die Kongresse und Fortbildungsangebote berichten, die von mir maßgeblich mitgetragen und mitgestaltet wurden und werden. In den letzten 16 Jahren wurden von der EWMM 19 Kongresse über Thermen der Manuellen Medizin durchgeführt. Davon habe ich 8 dieser Veranstaltungen fachlich und organisatorisch durchgeführt.


Seit über 20 Jahren sind jährliche Wochenend-Arbeitstagungen durchgeführt worden. Und seit ca. 6 Jahren geben wir (EWMM) im Rahmen einer Ausbildung das Wissen und Können der Manuellen Medizin an Ärzte weiter, die schon als Gesellen arbeiten (siehe auch www.ewmm.de).

Wenn Sie mehr wissen möchten, lesen Sie den Inhalt der Website.

AKTUELLES


Asymmetrie in der Entwicklung des Kindes
- der manualmedizinische Ansatz

20. Internationaler und interdisziplinärer Kongress
der European Workgroup for Manual Medicine 2012

27. bis 29. September 2012

Hörsaal im Rechtshaus
Rothenbaumchausse 33
24148 Hamburg

Ablaufplan zum Download [hier]
Anmeldung [hier]

Röntgenseminar in Apulien
21. bis 24. März 2012

Anmeldung [hier]